Promis in der Schule - Bärbel Schäfer

Bärbel Schäfer
Foto © Bärbel Schäfer

1. Hatten Sie eine Lieblingslehrerin/einen Lieblingslehrer ?
Wenn ja, was hat diese/n ausgezeichnet ?
Frau von Plettenberg hieß meine Lieblingslehrerin. Sie nahm uns Schüler ernst und gestaltete ihren Deutschunterricht mit Engagement und überraschenden Mitteln, z.B. Radioaufnahmen für den Sender Radio Bremen.

2. Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule ?
Deutsch, Sport, Englisch, Philosophie.

3. Welche Fächer mochten Sie gar nicht ?
Mathe, Physik, Chemie.

4. Waren Sie im Kindergarten schon mal verliebt ?
Ich habe keinen Kindergarten besucht, das erste mal aber Herzklopfen in der Grundschule beim Anblick von Frank B. auf dem Pausenhof.

5. Was war Ihnen wichtiger: Hausaufgaben erledigen oder spielen mit den Freunden/Freundinnen?
Natürlich das Spielen mit den Freunden.

6. Haben Sie in der Schule von anderen abgeschrieben, oder haben Sie eher abschreiben lassen ?
Sowohl als auch, um ehrlich zu sein.

7. Sind Sie mal sitzen geblieben ? Wenn ja, in welcher Klasse und hat es Ihnen im Nachhinein geschadet ?
Nein, aber knapp davor in der 10.Klasse. Ich ging dann aber für einen Schüleraustausch und ein Tennisstipendium in die U.S.A.

8. Waren Sie mal Klassensprecher oder Schulsprecher ?
Wenn ja, in welcher Klasse ? Hat Ihnen die Arbeit Spaß gemacht ?
Ja, mehrfach in der Grund- und Mittelstufe. Die Aufgabe ist eine Grundbildung in demokratischer Meinungsfindung, erfordert Geduld und die Fähigkeit Meinung zu äußern, auch auf die Gefahr sich einmal unbeliebt zu machen.

9. Haben Sie mal einen Verweis bekommen, bzw. mussten Sie mal zum Direktor ?
Wenn ja, was war der Grund ?
Ja, mehrfach. Wir hatten unsere Bremer Schule besetzt, sie war von der Schließung bedroht und wir gingen dem damaligen Direktor mit dem Widerstand sicherlich zu weit. Ein anderes Mal fehlte mir die Entschuldigung meiner Eltern, als ich zum wiederholten Male zur Anti-Atomkraftdemo nach Brokdorf gereist bin und dafür Unterricht habe ausfallen lassen.

10. Was war das schönste Erlebnis in Ihrer Kindheit ?
Die gemeinsamen Urlaube mit der Familie an der Nordsee, Tenniswochenende und der Einzug unseres Rauhhaardackels ?Rübe? in die Familie.

11. Was war das schlimmste Erlebnis in Ihrer Kindheit ?
Die Scheidung meiner Eltern.

12. Welchen Beruf/welche Berufe wollten Sie als Kind ursprünglich erlernen ?
Tennisprofi, Tierärztin oder Auslandskorrespondentin.

13. Was würden Sie aus Ihrer heutigen Lebenserfahrung den Schülern als Rat mit auf den Weg geben wollen?
Bildung ist ein Privileg, nutze es endlich. Nehmt die Schule und die Lehrer ernst, habt endlich Spaß am lernen.


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Lebenslauf von Bärbel Schäfer

Bärbel Schäfer (* 16. Dezember 1963 in Bremen) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin und -produzentin.

Von 1980 bis 1981 besuchte sie eine High School in den USA und erhielt ein Tennis-Stipendium. Außerdem moderierte sie die Talkshow Guests In Our Town. Nach dem Abitur 1984 am Gymnasium an der Hamburger Straße in Bremen absolvierte Bärbel Schäfer von 1985 bis 1988 eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Von 1988 bis 1992 studierte sie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte. Anfang der 1990er Jahre absolvierte sie ein Praktikum beim WDR.

Nach ihrem Praktikum beim WDR blieb sie beim Sender und führte dort durch verschiedene Sendungen, u. a. Hollymünd, Sixteen, und U 30.
1995 erhielt sie beim Privatsender RTL ihre tägliche Talkshow Bärbel Schäfer, die sie bis 2002 1.500 mal moderierte. Am 15. Januar 2000 führte sie erstmals durch die RTL-Show Ihr seid wohl wahnsinnig zusammen mit Kalle Pohl. Dabei mussten sowohl die Kandidaten als auch die Moderatoren Mutproben bestehen. Schäfer stürzte zum Beispiel in einem Auto 25 Meter in die Tiefe. In der Show am 17. September 2000 legte sie sich zwischen zwei Gleise und ließ sich von einem Güterzug überrollen. Da die Gefahr der Nachahmung als zu groß eingeschätzt wurde, wurde die Sendung eingestellt - auch auf Betreiben der Landesmedienanstalt.

1998 gründete Schäfer mit ihrem Bruder Martin Schäfer die eigene Produktionsfirma Couch Potatoes. Die zuvor von Hans Meisers Firma creatv produzierte Sendung Bärbel Schäfer wurde danach von Couch Potatoes produziert. Seit 2001 engagiert Schäfer sich karitativ bei UNICEF. Von 2003 bis 2004 führte sie in der ARD durch die Sendung Wellness TV.
Seit September 2006 moderiert sie bei RTL 2 die Ratgebersendung Ich will zurück ins Leben!. Am 16. Januar 2007 übernahm sie das Talkshow-Format von Arabella Kiesbauer auf N24. Im Jahr 2008 wird die Sendung wegen Differenzen zwischen dem Produzenten und N24 nicht fortgesetzt.

Quelle:
Seite ?Bärbel Schäfer?. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. Januar 2009, 01:27 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/index.php (Abgerufen: 13. Januar 2009, 14:15 UTC)

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